Die Mini-Solaranlage liefert Ökostrom vom Balkon Solarenergie in der Mietwohnung

Die Mini-Solaranlage liefert Ökostrom vom Balkon

Solarenergie in der Mietwohnung

Die Energiewende in die eigene Hand nehmen

Der Trend hat viele Namen: Stecker-PV, Balkon-PV, Plug-in-Photovoltaik, Guerilla-PV, Mikro-Solarmodul, Mini-Solaranlage etc. Dabei handelt es sich um anschlussfertige Solarpanels, die direkt in der Wohnung angeschlossen werden können.

Blick von unten auf ein halbtransparentes Stecker-PV-Modul an der Eisenbrüstung eines Balkons.

Die Plug-In-Module können außen am Balkon befestigt werden und produzieren Strom für die eigenen Steckdosen. Und das ohne zusätzliche Verkabelung, ein normaler Stecker reicht.

Aufgehängt werden die Module am Balkon oder an anderen geeigneten Flächen. Auch frei stehende Anlagen gibt es, zum Beispiel für den Garten. Die Module erzeugen meist ausreichend Strom, um Ihre Stromrechnung spürbar zu senken. Da Strom (vereinfacht gesagt) immer den kürzesten Weg wählt, verbrauchen die Geräte in Ihrer Wohnung erst den Strom aus der Balkon-PV-Anlage, bevor Strom aus dem Netz „nachfließt“.

Wie ist die Rechtslage und wie funktioniert die Anmeldung?

Seit dem 27. April 2019 können Verbraucher in Deutschland Steckdosen-Solarmodule zur privaten Stromerzeugung bis zu einer Gesamtleistung von 600 Watt selbst beim Netzbetreiber anmelden. Grundlage ist die Norm VDE-AR-N 4105. In Berlin ist die zuständige Verteilnetzbetreiberin das Unternehmen Stromnetz Berlin.

 Die Anmeldung des Stecker-Moduls erfolgt über ein Formular auf der Webseite für Erzeugungsanlagen von Stromnetz Berlin. Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Thema.

 „Ortsfeste Anlagen“ müssen außerdem im Marktstammdatenregister eingetragen werden.

Welche Technik benötige ich?

Stromnetz Berlin erwartet für eine rechtssichere Anmeldung einen Zähler mit sog. Rücklaufsperre, der verhindert, dass sich die Messuhr "rückwärts dreht", wenn überschüssiger Strom aus der Wohnung heraus ins Stromnetz fließt. Moderne Zähler haben diese in der Regel bereits integriert. Das Unternehmen installiert Ihnen auf Wunsch einen neuen Zähler, was einmalige Kosten verursachen kann.

Ebenso setzt Stromnetz Berlin für die rechtssichere Anmeldung eine sog. Einspeisesteckdose voraus. Diese kann Ihnen eine Elektro-Fachbetrieb installieren (Anbieterliste/Betrieb finden).

Wie sicher ist Stecker-PV?

Eine Untersuchung des Photovoltaik-Instituts im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) kam zu dem Ergebnis, dass beim Betrieb von ein oder zwei Modulen mit einer Strombegrenzung auf maximal 2,6 Ampere eine Überlastung der Hausleitungen und damit eine erhöhte Brandgefahr ausgeschlossen werden könne.

Natürlich müssen die Module über alle notwendigen Sicherheits-Zertifikate verfügen, die Sie auch von Elektrogeräten kennen. Eine erste Übersicht kann Ihnen die Produktübersicht der DGS bieten.

Hauswand links, zwischen den Fenstern einzelne Solarmodule, im Hintergrund Berliner Häuser

Stecker-PV lässt sich auch harmonisch am Haus platzieren und leistet so dezent einen Beitrag zur eigenen Ökostrom-Produktion.

Wie finde ich ein passendes Modul? Was kostet Stecker-PV?

Kleine Module erhalten Sie schon für um die 350 Euro. Doch aufgepasst: Die „günstigste“ Anlage ist nicht unbedingt die mit dem niedrigsten Preis! Worauf es ankommt, ist der Preis je produzierter und selbst verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom, also die sogenannten Gestehungskosten. Mit den technischen Angaben der Anlage lässt sich dieser Preis zwar grob kalkulieren (Faustformel: Einkaufspreis der Anlage geteilt durch Leistung in Kilowatt Peak), allerdings spielen viele Faktoren zusätzlich hinein, beispielsweise:

  • die Lebensdauer: Sie lässt sich nur schätzen. Je länger die Anlage arbeitet, umso günstiger wird jede damit erzeugte kWh.
  • der konkrete Ertrag: Der hängt vom Standort und der Montage der Anlage ab. Grundsätzlich erreichen Balkon-Anlagen eher selten den angegebenen Maximalertrag. Das verteuert jede produzierte kWh.
  • dem tatsächlichen Verbrauch in Ihrer Wohnung. Die Anlage wird vor allem mittags mehr Strom produzieren, als Sie selbst mit Kühlschrank und Waschmaschine verbrauchen können, so dass der überschüssige Strom (ohne Vergütung) ins Netz fließt.

Ob sich eine Anlage „lohnt“, hängt also von der Perspektive ab. Die (fachlichen) Meinungen gehen hier weit auseinander.

Standortwahl: Die eigene Stecker-PV-Anlage richtig aufstellen

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