Innovationsradar Solarenergie

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Solaranlagen auf Gründächern: Eine Verbindung, die Sinn macht

Noch immer gehen Interessierte und sogar Planende oftmals davon aus, dass sich die Installation von Solaranlagen und eine Begrünung auf ein und demselben Dach gegenseitig ausschließen. Das Gegenteil ist der Fall und wird zunehmend erfolgreich umgesetzt. Bei fachgerechter Planung und Ausführung ergibt sich für Dach, Gebäudeeffizienz und Natur eine Win-Win-Win-Situation.

  • Das Bild zeigt eine Solaranlage auf einem Gründach.Bild: Optigrün international AG
  • Das Bild zeigt eine Solaranlage auf einem Gründach.Bild: Optigrün international AG

Deutschlandweit verlangen immer mehr Städte und Kommunen in ihren Bebauungsplänen eine Begrünung von Dachflächen. Denn die bepflanzten Dächer fungieren als Ausgleichsmaßnahme für die fortschreitende Versiegelung in urbanen Räumen. Sie binden Regenwasser und liefern zudem einen ökologischen Vorteil, bieten sie doch notwendige Ersatzlebensräume für Tiere und Pflanzen in der Stadt. Sie kühlen im Sommer zudem die Umgebung, wenn das zuvor gespeicherte Regenwasser verdunstet.

Einen zusätzlichen Vorteil bringt jedoch die Kombination eines Gründaches mit einer PV-Anlage. Allein eine Installation von Solar-Paneelen mildert bereits die Überwärmung von versiegelten Flächen ab, da sie rund ein Fünftel der einstrahlenden Sonnenenergie in Strom umwandeln. In Verbindung mit bepflanzten Dächern ergibt sich aber ein weiterer Synergieeffekt. Da die Pflanzen für eine Kühlung der Umgebung sorgen, können auch die Solarzellen effizienter arbeiten. Denn wärmere Solarzellen liefern weniger Energie, sie geben bei gleichem Strom eine geringere Leistung ab. Liegen die Temperaturen im Sommer auf nackten oder bekiesten Flachdächern zwischen 60 und 80 Grad Celsius, entwickeln sich auf begrünten Dächern im Schnitt Temperaturen um die 35 Grad.

Jedoch sind Solaraufbauten auf begrünten Dächern technisch herausfordernder als auf normalen Dächern. So könnte das zusätzliche Gewicht des Substrats in Kombination mit herkömmlichen Beschwerungen (z.B. in Form von Betonblöcken) die Tragfähigkeit eines Daches überschreiten. Hier haben eine Reihe von Unternehmen spezielle Konstruktionen erdacht, die das für die Pflanzen notwenige Substrat als Ballastierung nutzen und mithilfe von Näpfen das Regenwasser (bis zu 15 Liter pro Quadratmeter) festhalten.

Die Spezialsysteme zur Aufständerung von Solaranlagen auf Gründächern ermöglichen zudem eine durchdringungsfreie Befestigung auf dem Dach und schonen es gleichzeitig. Die ausgebrachten Matten und das aufliegende Erdmaterial schützen die Dachhaut und verlängern deren Lebensdauer und Dichtigkeit um bis zu 10 Jahre. Weil die Ständerkonstruktionen ausreichend Platz zum Dach lassen, besteht zudem keine Gefahr, dass die wachsenden Pflanzen auf absehbare Zeit die Paneele verschatten.

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